Karnak ist kein Tempel, sondern eine Tempelstadt: Über rund 2.000 Jahre – vom Mittleren Reich bis in die Ptolemäerzeit – hat fast jeder Pharao hier gebaut, erweitert, überschrieben. Das Ergebnis ist der größte Sakralbau Ägyptens, dem Reichsgott Amun-Re geweiht, mit Pylonen, Höfen, Obelisken und einem Säulensaal, in dem sich noch der abgebrühteste Reisende klein fühlt. Damit Sie vor Ort nicht nur staunen, sondern auch verstehen, hier der Rundgang in der richtigen Reihenfolge.
Die Widderallee und der erste Pylon
Vom Parkplatz führt eine Allee von Widdersphingen – das heilige Tier des Amun – zum ersten Pylon, dem größten, aber unvollendeten Tor: An der Innenseite sind noch die Reste der Lehmziegelrampe zu sehen, mit der die Steine nach oben gebracht wurden. Ein seltener Blick in die Werkstatt der Pharaonen.
Der Große Säulensaal
Hinter dem zweiten Pylon liegt das Herz von Karnak: 134 Säulen auf rund 5.000 Quadratmetern, die zwölf mittleren fast 21 Meter hoch, jede so dick, dass sechs Menschen sie nicht umfassen können. Sethos I. und Ramses II. haben den Saal gebaut und mit Reliefs überzogen – oben, wo das Dach lag, haben sich Farben erhalten. Am schönsten am Vormittag, wenn das Licht schräg zwischen den Säulen steht.
Obelisken der Hatschepsut und des Thutmosis I.
Weiter hinten ragen die Obelisken auf; der der Hatschepsut ist mit knapp 30 Metern der höchste noch stehende Ägyptens. Ihr Stiefsohn Thutmosis III. ließ ihn nach ihrem Tod ummauern, um ihren Namen zu tilgen – was ihn paradoxerweise konservierte.
Heiliger See und Skarabäus
Am heiligen See wuschen sich die Priester vor den Ritualen; am Ufer steht der große Skarabäus Amenophis’ III., den Besucher siebenmal umrunden, um sich – je nach Version – Glück, Liebe oder Kinder zu wünschen. Von hier haben Sie den besten Blick auf die Obelisken.
Was viele auslassen
Das Festhalle des Thutmosis III. mit ihren zeltstangenförmigen Säulen und der „botanische Garten“ mit Reliefs exotischer Pflanzen und Tiere; der Chons-Tempel im Süden; das Freilichtmuseum mit der wiederaufgebauten Weißen Kapelle Sesostris’ I., die zu den schönsten Reliefs des Mittleren Reiches zählt. Wer zwei Tage hat, sieht sie beim Ausflug Luxor mal anders.
Karnak und Luxor-Tempel
Die wiedereröffnete Sphingenallee verbindet Karnak mit dem Luxor-Tempel – einst Prozessionsweg des Opet-Festes, bei dem die Götterbarken zwischen beiden Tempeln getragen wurden. Bei Luxor zwei Tage sehen Sie Karnak am Tag und den Luxor-Tempel am Abend.
Karnak im Ausflug
Karnak ist bei jedem unserer Luxor-Ausflüge ab Hurghada der Nachmittagsblock nach dem Westufer; Eintritt und deutschsprachige Führung durch einen Ägyptologen sind enthalten. Rechnen Sie mit gut zwei Stunden – und nehmen Sie Wasser mit, Schatten gibt es nur im Säulensaal.
Häufige Fragen
Wie groß ist der Karnak-Tempel?
Der Amun-Bezirk allein umfasst rund 30 Hektar; mit den Bezirken der Mut und des Month ist Karnak der größte Tempelkomplex Ägyptens. Der Große Säulensaal misst rund 5.000 Quadratmeter mit 134 Säulen.
Wie viel Zeit braucht man für Karnak?
Mindestens zwei Stunden für Widderallee, Säulensaal, Obelisken und heiligen See; mit Festhalle, Chons-Tempel und Freilichtmuseum einen halben Tag.
Was ist die beste Tageszeit für Karnak?
Der Vormittag wegen des Lichts im Säulensaal – bei Tagesausflügen ab Hurghada liegt Karnak aus logistischen Gründen am Nachmittag, was mit Hut und Wasser gut machbar ist. Abends gibt es eine Ton-und-Licht-Show.
Ist der Eintritt für Karnak im Luxor-Ausflug enthalten?
Ja. Bei allen Luxor-Ausflügen, in deren Programm Karnak steht, sind Eintritt und die Führung durch einen deutschsprachigen Ägyptologen inklusive.
Fragen oder Wunschtermin? Schreiben Sie uns per WhatsApp an +20 10 10078094 oder senden Sie eine unverbindliche Anfrage – wir antworten auf Deutsch, bezahlt wird erst bei der Abholung.
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- Privater Ausflug nach Luxor – Karnak, Tal der Könige und Hatschepsut an einem Tag
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Alle Ausflüge sind reine Privattouren ohne Verkaufsstopps. Die Bezahlung erfolgt bar bei der Abholung an Ihrem Hotel.