Jedes Jahr rückt der Ramadan um etwa elf Tage im Kalender nach vorn, und irgendwann fällt er in die Ferien. Muss man dann umbuchen? Nein. Der Fastenmonat verändert den Rhythmus des Landes – nicht den Urlaub. Wer weiß, was sich ändert, erlebt Ägypten in diesen Wochen sogar von einer Seite, die den meisten Touristen verborgen bleibt.
Was der Ramadan ist
Im neunten Monat des islamischen Mondkalenders verzichten gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Rauchen. Nach Sonnenuntergang folgt das Fastenbrechen, das Iftar, oft mit Familie und Nachbarn auf der Straße; die Nächte sind lang und lebendig, die Vormittage ruhig. Das Fest zum Ende des Monats, Eid al-Fitr, dauert drei Tage.
Was sich für Urlauber ändert – und was nicht
Hotels laufen normal: Frühstück, Mittag, Abendessen, Bar, Pool – alles wie immer, denn die Anlagen sind auf Gäste eingestellt. Restaurants außerhalb der Hotels in den Touristenzonen von Hurghada, El Gouna und Sakkala haben tagsüber meist geöffnet; in den Altstädten schließen viele bis zum Abend. Alkohol gibt es in Hotels weiterhin, in manchen Lokalen außerhalb nicht. Öffnungszeiten von Behörden, Geschäften und einzelnen Sehenswürdigkeiten sind verkürzt; Tempel und Museen bleiben geöffnet, schließen aber früher.
Ausflüge im Ramadan
Alle unsere Ausflüge finden statt. Ihr Reiseleiter und Ihr Fahrer fasten möglicherweise – sie arbeiten trotzdem mit derselben Sorgfalt, und Sie dürfen selbstverständlich essen und trinken. Zwei Dinge plant Ihr Reiseleiter anders: Das Mittagessen in Luxor oder Kairo findet in Restaurants statt, die tagsüber für Reisende geöffnet haben, und der Tag ist so getaktet, dass die früheren Schließzeiten der Stätten eingehalten werden. Wüstentouren am Abend bekommen im Ramadan eine besondere Note, wenn im Beduinencamp das Fastenbrechen gefeiert wird.
Gute Manieren, die Sie nichts kosten
Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit tagsüber möglichst diskret – im Fahrzeug, im Restaurant, im Hotel ist alles in Ordnung, auf offener Straße vor Fastenden ist Zurückhaltung ein Zeichen von Respekt. Etwas bedecktere Kleidung außerhalb der Hotelzone. Und Geduld am späten Nachmittag: Kurz vor dem Iftar leeren sich die Straßen, alle wollen nach Hause.
Warum der Ramadan ein Gewinn sein kann
Die abendlichen Straßen in Kairo und Hurghada mit Laternen, Ständen und Familien beim Fastenbrechen; die Einladung zum Iftar, die Reisende überraschend oft bekommen; Ramadan-Süßigkeiten wie Kunafa und Qatayef, die es sonst nicht gibt. Wer nach dem Ausflug in Hurghada bleibt, sollte einmal abends nach El Dahar fahren – unsere Stadtrundfahrt lässt sich im Ramadan auf den Abend legen.
Eid al-Fitr: das Fest danach
An den drei Festtagen ist Ägypten unterwegs: volle Strände, volle Straßen, ausgebuchte Restaurants. Ausflüge finden statt, aber die Sehenswürdigkeiten sind belebter als sonst – frühe Abholzeiten lohnen sich doppelt.
Häufige Fragen
Kann ich im Ramadan Ausflüge buchen?
Ja, alle Ausflüge finden statt. Ihr Reiseleiter passt Mittagessen und Zeitplan an die Öffnungszeiten an; für Sie als Gast ändert sich beim Essen und Trinken nichts.
Sind Restaurants und Bars im Ramadan geschlossen?
In den Hotels nicht. Außerhalb haben Restaurants in den Touristenzonen tagsüber meist geöffnet, in den Altstädten schließen viele bis zum Abend. Alkohol gibt es in Hotels weiterhin.
Darf ich als Tourist tagsüber essen und trinken?
Ja. Höflich ist, es auf offener Straße vor Fastenden diskret zu tun – im Fahrzeug, im Restaurant und im Hotel ist alles wie immer.
Wann ist Ramadan?
Der Termin wandert jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorn, weil er dem Mondkalender folgt. Die genauen Daten für Ihr Reisejahr nennen wir Ihnen gern bei der Anfrage.
Fragen oder Wunschtermin? Schreiben Sie uns per WhatsApp an +20 10 10078094 oder senden Sie eine unverbindliche Anfrage – wir antworten auf Deutsch, bezahlt wird erst bei der Abholung.